Gartenerde – ihre Qualität entscheidet über den Erfolg des Gärtners

Die Gartenerde hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie schnell Ihre Pflanzen wachsen und ob sie gesund bleiben. Noch wichtiger ist eine gute Qualität der Erde, wenn Sie in Ihrem Garten Obst und Gemüse anbauen möchten. In diesem Fall sorgt ein hochwertiger Boden dafür, dass Sie reichlich ernten. Pflegen Sie Ihren Boden daher regelmäßig und achten Sie hierbei auf folgende Punkte.

Der pH-Wert der Gartenerde

Es gibt zwar einige Pflanzen, die einen kalkhaltigen oder einen sauren Boden bevorzugen, für die meisten Pflanzen ist Gartenerde mit einem neutralen pH-Wert von 6 bis 7 jedoch am besten geeignet. Wenn Sie diesen Wert in Ihrem Garten einmal überprüfen möchten, finden Sie in Gartencentern und Baumärkten Teststreifen, mit denen dies leicht gelingt. Ein Mittel, mit dem Sie einen zu niedrigen pH-Wert der Gartenerde korrigieren, ist der Kalk. Einen zu hohen pH-Wert können Sie beispielsweise durch die Einarbeitung von Torf verändern.

Die in Gartenerde enthaltenen Nährstoffe

Extrem wichtig für ein gutes Wachstum der Pflanzen sind die Nährstoffe, die in der Gartenerde enthalten sind. In dieser Hinsicht sollten Sie immer wieder für Nachschub sorgen, denn die Nährstoffe werden von Ihren Pflanzen verbraucht. Idealerweise stellen Sie hierfür Ihren eigenen Kompost her. Ganz nach Geschmack können Sie einen Komposthaufen anlegen oder einen Komposter aus Kunststoff verwenden. Letztere bekommen Sie in vielen Größen und Ausführungen im Handel. Selbst für Minigärten sind daher geeignete Modelle erhältlich.
Gartenerde
Ihren selbst hergestellten Kompost können Sie beim Setzen neuer Pflanzen in das Pflanzloch geben, bevor Sie die Pflanzen hineinstellen und das Pflanzloch wieder mit Gartenerde auffüllen. So sind die im Kompost enthaltenen Nährstoffe in Reichweite der Wurzeln und versorgen Ihre Pflanzen vor allem in der Anwachszeit. Bei einem großen Gemüsegarten ist es jedoch einfacher, den Kompost großflächig auf die gesamten Beete zu verteilen. Es reicht völlig aus, wenn Sie ihn nur leicht einarbeiten, wenn Sie möchten, können Sie die Beete aber auch umgraben.

Die Dichte des Bodens

In lockerer Gartenerde haben es Ihre Pflanzen leichter, neue Wurzeln zu bilden. Außerdem werden die Wurzeln so besser mit Wasser und Luft versorgt. Falls in Ihrem Garten der Boden sehr schwer und dicht ist, können Sie etwas Sand einarbeiten. Ist er dagegen sehr leicht oder sandig, hilft ein guter Kompost, seine Qualität zu verbessern. In beiden Fällen kann es jedoch eine Weile dauern, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt. Geben Sie daher nicht zu früh auf, denn die Natur hat ihren eigenen Rhythmus. Lassen Sie außerdem ruhig Laub und andere Pflanzenreste im Herbst liegen. Die vielen kleinen Lebewesen in und auf dem Boden werden es Ihnen danken und Ihnen beim Auflockern des Bodens helfen. Als fleißiger Gärtner sollten Sie aber auch das Hacken der Beete nicht vergessen.

Gartenerde aus dem Handel

In gewissen Fällen kann es durchaus sinnvoll sein, den vorhandenen Gartenboden mit gekauftem Substrat zu verbessern. Dies ist vor allem bei Pflanzen mit besonderen Ansprüchen sinnvoll. So gibt es zum Beispiel die Rhododendronerde, denn Rhododendren und Azaleen wachsen am besten auf einem sauren Boden. Wenn Sie Substrat aus dem Handel verwenden, sollten Sie jedoch auf eine Düngung mit Kompost oder anderen Düngemitteln verzichten. In diesen Substraten sind bereits genügend Nährstoffe enthalten. Sie reichen für sechs bis acht Wochen, sodass Sie erst nach etwa zwei Monaten mit einer zusätzlichen Düngung ihrer Gartenerde beginnen sollten, falls dies erforderlich ist.