Der Holzkomposter – die traditionelle Art, eigenen Kompost herzustellen

Ein Komposthaufen, der von einer Konstruktion aus Holzlatten umrahmt ist, findet sich in zahlreichen Gärten. Diese Art Komposter wird schon seit vielen Generationen genutzt und hat sich bewährt, denn Holz passt als natürliches Material gut in den Garten. Außerdem ist Holz lebendig, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie bei Trockenheit wieder ab. Auch für die nötige Wärme, die bei der Umwandlung von Grünabfällen in Kompost eine entscheidende Rolle spielt, ist durch eine Holzumrahmung gesorgt. In einem Komposter aus Holz herrschen daher fast das ganze Jahr über ideale Bedingungen.

Holzkomposter können Sie kaufen oder selbst bauen

Einen Holzkomposter können Sie wahlweise selbst bauen oder fertig in einem Gartenfachmarkt oder Baumarkt kaufen. Preislich ist der Unterschied nicht all zu groß, ein selbst gebauter Komposter hat jedoch den Vorteil, dass Sie ihn genau in der gewünschten Größe anfertigen und auch optisch nach Ihren Vorstellungen gestalten können. Wenn Sie einen Komposter aus Holz selbst bauen möchten, sollten Sie ein möglichst witterungsbeständiges Holz wie beispielsweise Lärche wählen. Diese Holzart ist für den Garten besonders gut geeignet, denn sie ist relativ unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Schädlingen und Pilzen. An einem Komposter aus Lärchenholz werden Sie deshalb lange Freude haben. Natürlich können Sie aber auch Holzbretter aus günstigeren Holzarten wie beispielsweise Fichte oder Kiefer verwenden. Bei diesen Hölzern sollten Sie jedoch für einen guten Holzschutz sorgen. Achten Sie in diesem Fall darauf, ein gesundheitlich und ökologisch unbedenkliches Mittel zu wählen. Gekaufte Holzkomposter sind allerdings häufig schon imprägniert, um sie vor allem vor einem Schädlings- und Pilzbefall zu schützen. Beachten Sie daher  am besten die Empfehlungen des Herstellers, inwieweit ein zusätzlicher Anstrich erforderlich ist. Bei den im Handel angebotenen Holzkompostern handelt es sich oft um Stecksysteme. Sie brauchen die einzelnen Elemente daher nicht zu verschrauben und spezielles Werkzeug ist ebenfalls nicht nötig.
Komposter Holz
Bei einem Komposter aus Holz sind die Seiten nie vollständig geschlossen. Ein kleiner Abstand zwischen den einzelnen Brettern ist wichtig, damit in den Kompost genügend Luft einströmen kann. Luft wird von den vielen Mikroorganismen benötigt, die den Grünabfall zersetzen und ihn dadurch langsam in Kompost umwandeln. Genügend Luft sorgt aber auch gleichzeitig dafür, dass die Abfälle nicht zu faulen beginnen.

Die Vor- und Nachteile von Kompostern aus Holz

  • Im Vergleich mit einem Komposter aus Kunststoff hat ein Holzkomposter den Vorteil, dass sich die Bretter an der Vorderseite oft herausnehmen lassen. Das Umsetzen und die spätere Entnahme des Komposts ist dadurch sehr viel leichter, denn Sie können den Kompost einfach mit einer Schaufel in eine Schubkarre geben. Kunststoffbehälter besitzen hierfür meist eine Klappe im unteren Bereich, die jedoch weniger komfortabel ist.
  • Holz ist naturgemäß weniger witterungsbeständig als Kunststoff. In einen Holzkomposter müssen Sie daher ein wenig Zeit investieren und seine Bretter hin und wieder mit einem Holzschutz streichen. Sollte ein Brett im Laufe der Zeit verrotten, ist dies jedoch nicht all zu schlimm. Sie können es leicht durch ein neues ersetzen, sodass Ihr Komposter wieder komplett ist.
  • Etwas störend kann unter Umständen die Tatsache sein, dass ein Komposter aus Holz oben offen ist. Sie haben daher immer einen Blick auf die Abfälle und unangenehme Gerüche können sich leichter ausbreiten. Wenn Sie Ihre Abfälle richtig einfüllen, ist eine Geruchsbelästigung jedoch normalerweise kein Problem.
  • In einem Holzkomposter dauert die Kompostierung außerdem meist etwas länger als in einem Kunststoffkomposter. Bei Letzteren sorgt ein Deckel dafür, dass im Inneren schneller die nötige Wärme entsteht. Durch die geringere Luftzufuhr kann jedoch auch schnell Fäulnis entstehen.