Einen Komposthaufen anlegen – Ihre Möglichkeiten bei der Verwertung von Grünabfällen

Wenn Sie zu den Hobbygärtnern gehören, die ihr Gemüse und Obst selbst anbauen oder einen schönen Ziergarten anlegen und pflegen, wäre es schade, die vielen wertvollen Rohstoffe aus der Küche und dem Garten nicht zu nutzen. Aus den Küchenabfällen und dem Schnittgut, das laufend im Garten anfällt, können Sie leicht einen guten Kompost herstellen, der Ihre Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Durch einen Komposthaufen sparen Sie außerdem viel Geld, denn Sie benötigen keine Biotonne. Darüber hinaus brauchen Sie bei der Verwendung von Kompost keine Düngemittel zu kaufen. Sie sollten daher einen Komposthaufen anlegen, falls Sie noch keinen besitzen. Welche Möglichkeiten Sie hierbei haben, möchte ich Ihnen im Folgenden etwas näher erläutern.
Kompost anlegen

Die Qual der Wahl beim Kompost anlegen: Komposter aus Holz, Metall und Kunststoff

Die am weitesten verbreitete Variante des Komposthaufen ist sicherlich der Lattenkomposter aus Holz. Er besteht aus einem Holzrahmen und kann mit ein wenig handwerklichem Geschick beispielsweise nach dieser Komposter-Bauanleitung leicht selbst gebaut werden. Wenn Sie sich diese Arbeit nicht machen möchten, finden Sie im Handel aber auch fertige Holzkomposter, die Sie nur noch zusammenstecken und aufstellen müssen. Ein solches Modell bleibt oben offen und kann daher unter Umständen unangenehme Gerüche verbreiten. Aus diesem Grund bevorzugen Besitzer von kleinen Gärten oft die Modelle aus Kunststoff, die mit einem Deckel ausgestattet sind. Diese Modelle gibt es als Schnellkomposter und als Thermokomposter. Letztere sind zusätzlich isoliert, damit im Innenraum selbst an kalten Tagen die nötige Wärme entsteht. So kann der Prozess der Kompostierung auch im Winter voranschreiten. Eine weitere Variante ist der Komposter, der aus einem einfachen Drahtkorb besteht. Ein solcher Komposter aus Metall ist nicht so empfindlich gegenüber Feuchtigkeit wie ein Komposter aus Holzlatten, kann aber natürlich mit der Zeit rosten. Grundsätzlich können Sie auch ohne jegliche Umrahmung einen Komposthaufen anlegen. Wenn Sie das Schnittgut aus dem Garten und Ihre Küchenabfälle an einer bestimmten Stelle sammeln, hat dies den gleichen Effekt wie ein aufwendig gestalteter Kompostbehälter. Zudem haben Sie es auf diese Weise leichter, den Komposthaufen umzusetzen und später den fertigen Kompost zu entnehmen. Etwas ordentlicher wirken aber natürlich die Komposter aus Holz oder Kunststoff.

Wählen Sie beim Kompost Anlegen den richtigen Standort

Ein Komposthaufen bekommt am besten einen Platz im Garten, an dem er ein wenig versteckt ist. Trotzdem ist eine zentrale Lage zu bevorzugen, damit Sie mit Ihren Abfällen nicht ständig den kompletten Garten durchqueren müssen. Vor allem der Weg von der Küche zum Kompost sollte deshalb nicht zu lang sein. Achten Sie außerdem auch darauf, wenn Sie einen Kompost anlegen, dass Sie einen halbschattigen Standort wählen, an dem die Luft ausreichend zirkuliert. Luft und Wasser sind für die Mikroorganismen, die den Grünabfall in Kompost umwandeln, äußerst wichtig. An Sommertagen darf das Material auf dem Komposthaufen daher nicht zu stark austrocknen. Einen Komposter aus Kunststoff können Sie aber auch ruhig in der Nähe des Hauses aufstellen. Sein Deckel verhindert, dass sich unangenehme Gerüche ausbreiten, und versperrt den Blick auf den Inhalt. Auch ein solches Modell sollte jedoch direkt auf der Erde und nicht auf einer gepflasterten Fläche stehen. Nur so können die Kleinstlebewesen aus dem Erdreich in den Behälter gelangen und dort ihre Arbeit verrichten.