Den Kompost umsetzen oder neu durchmischen

Durch das sogenannte Umsetzen oder ein Durchmischen des Komposts lässt sich die Kompostierung ein wenig beschleunigen, damit möglichst bald eine richtig gute Komposterde entsteht. Diese Arbeit können Sie wahlweise auf eine schnelle oder eine etwas gründlichere Art vornehmen. Wenn Sie Ihren Komposthaufen bzw. Kompostbehälter sorgfältig befüllt haben, können Sie aber auch darauf verzichten.

Die schnelle Variante den Kompost umzusetzen

Das einfache Durchmischen des Komposthaufens sorgt dafür, dass sämtliche Bereiche wieder belüftet werden. Außerdem lässt sich auf diese Weise die Feuchtigkeit gut verteilen. Luft und Feuchtigkeit sind wichtig für Mikroorganismen und Würmer, die Ihre Grünabfälle zersetzen und in Kompost umwandeln. Indem Sie den gesamten Komposthaufen einmal gründlich mit einer Grabegabel bearbeiten, schaffen Sie daher ideale Bedingungen für die vielen tierischen Helfer. Die gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit verhindert außerdem, dass Ihre Grünabfälle zu faulen beginnen.

Bei der Verwendung von zwei Komposthaufen entsteht laufend reifer Kompost

Wenn Sie etwas mehr Aufwand betreiben möchten, legen Sie am besten zwei oder sogar drei Komposthaufen an. Dies hat den Vorteil, dass Ihnen ein Komposthaufen für die gerade anfallenden Grünabfälle zur Verfügung steht und auf dem zweiten Haufen der halbfertige Kompost in Ruhe zu Ende reifen kann. Bei dieser Variante des Kompostierens können Sie daher meist das ganze Jahr über reifen Kompost für Ihre Pflanzen entnehmen.
Kompost umsetzen
Bei der Nutzung von zwei oder mehr Komposthaufen sieben Sie den Kompost am besten beim Umsetzen. Hierfür reicht ein einfaches Drahtgitter, das Sie auf einem Holzrahmen befestigen. Dieses Sieb stellen Sie schräg auf und werfen den halbfertigen Kompost einfach mit einer Schaufel hindurch. Am Sieb bleiben alle groben Bestandteile wie dickere Stücke von Zweigen hängen. Die großen Stücke geben Sie zurück auf den ersten Komposthaufen und die kleinen Stücke auf den zweiten Haufen. Aus Letzteren entsteht schon bald ein reifer Kompost, den Sie in Ihren Gartenboden einarbeiten können, um so optimale Startbedingungen für Ihre Pflanzen zu schaffen. Alle groben Bestandteile brauchen dagegen noch ein wenig Zeit.
Doch wann wollten Sie den Kompost umsetzen? In einem großen Garten wird ein Komposthaufen im Herbst meist richtig voll. Dann fällt reichlich Laub von Bäumen und Sträuchern und verblühte Sommerblumen werden entsorgt. Außerdem ist der Zeitraum, in dem Bäume und Sträucher keine Blätter tragen, ein guter Termin für den nötigen Rückschnitt. Wenn Sie all diese Arbeiten im Herbst erledigt haben, ist das zeitige Frühjahr ein guter Zeitpunkt, den Kompost zum ersten Mal umzusetzen. Alle Bestandteile, die sich bereits zersetzt haben, können Sie meist schon im Frühjahr in den Boden einarbeiten.

So ersparen Sie sich das Umsetzen von Kompost

Sofern Sie Ihr Schnittgut aus dem Garten immer gründlich zerkleinern, bevor Sie es auf den Komposthaufen geben, ist ein Umsetzen oder Durchmischen nicht unbedingt nötig. Wenn Sie auf das Umsetzen verzichten möchten, sollten Sie außerdem darauf achten, immer abwechselnd trockenes und feuchtes Material einzufüllen, denn so verteilt sich die Feuchtigkeit gleichmäßig im gesamten Komposthaufen. Außerdem können Sie durch eine Abdeckung dafür sorgen, dass der Kompost in regenreichen Zeiten nicht zu nass wird. Hierfür reicht eine einfache Folie oder eine Plane, die Sie in jedem Baumarkt bekommen.
Mein Tipp für Sie und für leichteres Umsetzen von Kompost: Grünabfälle auf dem Komposthaufen sollten leicht feucht sein. Das Umsetzen ist daher eine gute Gelegenheit, dies zu überprüfen. Ist Ihr Kompost zu trocken, begießen Sie ihn einfach mit Wasser. Bei zu viel Nässe hilft etwas Urgesteinsmehl oder Zeitungspapier. Alternativ können Sie natürlich auch trockenes beziehungsweise feuchtes Pflanzenmaterial hinzufügen.