Einen Komposter selber bauen – so geht’s

Auch Sie wollen einen Komposter bauen? Die meisten Hobbygärtner bauen für ihren Kompost einen Rahmen aus Holzlatten, denn er ist am einfachsten herzustellen. Außerdem wirkt ein Kompostbehälter aus Holz sehr natürlich und passt dadurch gut in den Garten. Wie Sie solch einen Komposter leicht selbst bauen, möchte ich Ihnen in der folgenden Bauanleitung erläutern.

Die nötigen Materialien um einen Komposthaufen zu bauen

Die Größe Ihres Komposthaufens ist davon abhängig, wie viele Personen in Ihrem Haushalt leben und wie viel Schnittgut in Ihrem Garten anfällt. Seine Höhe sollte jedoch einen Meter nicht überschreiten. Mit Küchenabfällen werden Sie Ihren Komposthaufen kaum füllen, entscheidender ist daher die Menge Gras, Laub sowie das Häckselgut, das beim Rückschnitt von Sträuchern und Bäumen anfällt. Die Menge, die Sie im letzten Herbst zu entsorgen hatten, bietet Ihnen in Hinsicht auf die richtige Größe einen guten Anhaltspunkt.
Komposter bauen

Für einen Komposter aus Holz benötigen Sie folgende Materialien:

  • Bretter
  • Vierkanthölzer
  • Schrauben
  • Holzschutzmittel
Kaufen Sie am besten Bretter aus einer möglichst witterungsbeständigen Holzart wie der Lärche. Sie sind zwar etwas teurer, halten dafür aber sehr viel länger, denn sie sind recht unempfindlich gegen Feuchtigkeit, Schädlinge und Pilze. Alternativ können Sie auch günstige Bretter beispielsweise aus Fichtenholz verwenden. Sie benötigen jedoch einen Schutzanstrich, damit sie nicht verrotten. Wenn Sie diese Variante wählen, sollten Sie beim Kauf eines Holzschutzmittels darauf achten, dass Sie ein ökologisch unbedenkliches Produkt wählen. Besonders wichtig ist dies, wenn Sie Ihren Kompost später für die Düngung von Obst und Gemüse verwenden möchten, denn viele gesundheitsschädigende Substanzen werden auch beim Kompostieren nicht abgebaut. Ein guter Schutz ist vor allem an den Schnittkanten des Holzes erforderlich, denn dort können Pilze und Schädlinge am leichtesten eindringen. Streichen Sie diese Stellen deshalb besonders sorgfältig und ruhig zwei bis drei Mal.

Bauanleitung

Damit Ihr selbstgebauter Komposthaufen stabil ist, benötigen Sie für die Ecken Vierkanthölzer mit einer Dicke von circa 5 x 5 Zentimeter. An ihnen schrauben Sie die Bretter fest und lassen zwischen den einzelnen Bretter immer einen kleinen Abstand. So kann genügend Luft in den Komposthaufen einströmen und die Grünabfälle beginnen nicht zu faulen. Mit Hilfe kleiner Holzklötzchen oder anderer Abstandshalter erreichen Sie, dass alle Zwischenräume gleich groß sind. Auf diese Weise stellen Sie drei Seiten des Kompostbehälters fertig. Zum Verschrauben verwenden Sie am besten Edelstahlschrauben, denn einfache Stahlschrauben würden sehr bald rosten.
Kompost bauen

Die Gestaltung der Vorderseite

Die Bretter für die vordere Seite sollten nicht fest verschraubt werden, damit Sie den fertigen Kompost später leicht entnehmen können. Am einfachsten ist dies, wenn die Bretter für die Vorderseite in einer Nut geführt werden und sich nach oben aus dem Rahmen ziehen lassen. Eine solche Nut entsteht, wenn Sie neben dem bereits vorhandenen Eckholz ein weiteres Vierkantholz setzen. Der Abstand zwischen diesen beiden Vierkanthölzer sollte etwas mehr als die Dicke der Bretter betragen. So lassen sich die Bretter leicht in die Nut schieben und bei Bedarf herausnehmen. Seien Sie beim Abstand der beiden Vierkanthölzer ruhig ein wenig großzügig, denn Holz quillt durch Feuchtigkeit auf und ist dann dicker. Dies ist problematischer als ein leichtes Wackeln der Bretter in der Nut.

Der Standort

Nachdem Sie Ihren Kompostbehälter fertig gestellt haben, brauchen Sie nur noch den richtigen Standort zu wählen. Am besten eignet sich ein halbschattiger Platz im Garten, wo der Kompost gut belüftet wird. Er sollte nicht zu weit von der Küche entfernt liegen, damit Sie Ihre Küchenabfälle leicht entsorgen können, und auch bei schlechtem Wetter gut erreichbar sein.