Komposterde – eine gute Grundlage für alle Pflanzen

Wenn Sie keine Möglichkeit haben, selbst zu kompostieren, trotzdem aber diesen wertvollen Dünger für Ihre Pflanzen nutzen möchten, können Sie hierfür die sogenannte Komposterde verwenden. Sie wird von Händlern verkauft und ist in vielen Gemeinden auch bei den Wertstoffhöfen erhältlich. Dort entsteht sie aus den Grünabfällen, die von den Haushalten der Stadt abgeholt wurden. Wenn Sie selbst einen Komposthaufen besitzen, können Sie Komposterde aber natürlich auch selbst herstellen.

Der Unterschied zwischen Komposterde und Kompost

Komposterde unterscheidet sich von Kompost dadurch, dass sie zum Teil aus gewöhnlicher Gartenerde und zum Teil aus reifem Kompost besteht. Komposterde ist daher gebrauchsfertig, während Sie Kompost in einen vorhandenen Boden einarbeiten. Komposterde eignet sich dadurch sehr gut für die Anlage neuer Beete. Außerdem verbessern Sie mit ihr die Qualität Ihres Gartenbodens, denn in Komposterde sind viele Nährstoffe enthalten, die für Pflanzen äußerst wichtig sind. Hierbei handelt es sich vor allem um Stickstoff, Phosphor und Kali. Eine zusätzliche Schicht Komposterde auf Ihren Beeten wirkt daher wie eine Düngung.

Komposterde ist sehr lebendig

Komposterde enthält außerdem viele Mikroorganismen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Diese kleinen Lebewesen haben zuvor die Grünabfälle zersetzt und in Kompost umgewandelt. Indem Sie Komposterde in Ihrem Garten verteilen, sorgen Sie daher gleichzeitig für Leben im Boden. Durch die Ansiedlung von Kleinstlebewesen wird der Boden gesünderer und lockerer, was wiederum Ihren Pflanzen zugute kommt.
Komposterde

Das Mischungsverhältnis und die Körnung von Komposterde

Komposterde bekommen Sie im Handel oder bei Ihrer Gemeinde in unterschiedlichen Ausführungen. Diese unterscheiden sich vor allem durch das Mischungsverhältnis von Gartenerde und Kompost. Darüber hinaus ist Komposterde in verschiedenen Körnungen erhältlich. Sie wird vor dem Verkauf gesiebt, um grobe Inhaltsstoffe wie beispielsweise Zweige, die noch nicht verrottet sind, zu entfernen. Je nach Maschenweite des Siebs ergibt sich daher eine sehr feine oder etwas gröbere Erde. Bei feiner Komposterde haben die einzelnen Partikel eine Größe von maximal 20 Millimeter. Komposterde wird in größeren Mengen lose und in Säcken verkauft.

Die Verwendung von Komposterde

Komposterde eignet sich für die Neuanlage von Beeten oder eines Rasens und kann zur Bodenverbesserung auf bereits vorhandenen Beeten verteilt werden. Für Flächen, auf denen Sie Samen aussäen möchten, sollten Sie diese Erde jedoch nicht verwenden, denn der Nährstoffgehalt von Komposterde ist für eine Aussaat zu hoch. Für diesen Zweck gibt es die spezielle Anzuchterde, die sehr viel weniger Nährstoffe enthält. Falls Sie gerade keine Anzuchterde zur Hand haben, können Sie aber auch ein wenig Komposterde mit reichlich Sand mischen, ihre Aussaatgefäße mit diesem Gemisch befüllen und darin die Samen aussäen. Komposterde eignet sich außerdem für Zimmerpflanzen, Balkonkästen und -kübel, sollte aber auch in diesem Fall mit gewöhnlicher Erde gemischt werden. Am besten frischen Sie daher das alte Substrat in den Kästen, Kübeln und Töpfen mit etwas Komposterde auf. So fügen Sie der Blumenerde ähnlich wie bei der Verwendung von Düngestäbchen oder einem Flüssigdünger wieder neue Nährstoffe zu. Bei frisch gekaufter Blumenerde ist dies jedoch nicht nötig und kann sogar schädlich sein, denn sie enthält genügend Nährstoffe für sechs bis acht Wochen.