Richtig kompostieren – Was Sie beim Befüllen Ihres Komposters berücksichtigen sollten

Beim Kompostieren, vor allem wenn es richtig gemacht werden will, gibt es einiges zu beachten, damit ein guter Kompost entsteht und sich keine unangenehmen Gerüche entwickeln, die schlimmstenfalls sogar Ratten anlocken könnten. Besonders wichtig ist es, nur geeignete Abfälle zu verwenden, aber auch der optimale Feuchtigkeitsgehalt und eine ausreichende Luftzufuhr spielen bei der Kompostierung eine entscheidende Rolle. Im Folgenden möchte ich Ihnen deshalb einige Hinweise geben, worauf Sie schon beim Befüllen Ihres Komposthaufens oder Ihres Komposters achten sollten, damit das Kompostieren auch gelingt.
Kompostieren

Was gehört auf den Kompost?

In ihrem Kompostbehältnis können Sie in erster Linie vielerlei pflanzliches Material kompostieren. Dies sind im Bereich der Küchenabfälle neben Kartoffelschalen und Gemüseresten auch andere organische Substanzen wie Kaffeesatz, Tee, Eierschalen und die Holzasche aus dem Kamin. Reste und Knochen von Fleisch und Fisch eignen sich hingegen nicht zum Kompostieren. Sie verbreiten einen unangenehmen Geruch, der vor allem Nagetiere und Fliegen anlockt. Fliegen würden das Fleisch außerdem nutzen, um darauf ihre Eier abzulegen. In diesem Fall wäre Ihr Komposthaufen schnell voller Maden, was nicht nur recht unappetitlich aussieht.
Sämtliches Schnittgut aus dem Garten können Sie ebenfalls kompostieren. Hierzu gehören Zweige und Äste, die Sie beim Rückschnitt von Ihren Pflanzen entfernt haben. Dicke oder lange Pflanzenteile sollten Sie jedoch vorher zerkleinern, denn sonst würde der Verrottungsprozess zu lang dauern. Auch Gras, Laub, Ihre verwelkten Sommerblumen und alle anderen abgestorbenen Pflanzen geben Sie auf den Kompost.
Kompostierung
Wichtig! Pflanzen, die mit Pilzkrankheiten befallen waren, gehören nicht auf den Kompost. Pilze sind extrem widerstandsfähig und überleben den Winter leicht. Sie würden sich im folgenden Jahr wieder ausbreiten und möglicherweise noch mehr Pflanzen befallen. Kranke Pflanzen sollten Sie daher nicht kompostieren. Diese entsorgen Sie am sinnvollsten im Hausmüll.
Als Tierhalter dürfen Sie den Mist Ihrer Zwei- und Vierbeiner sowie Stroh, Sägespäne und anderes Einstreu aus dem Stall zum Kompostieren auf den Komposthaufen geben. Vor allem der Mist enthält viele Nährstoffe und wird deshalb auch in der Landwirtschaft genutzt.

Die richtige Feuchtigkeit

Ausreichend Feuchtigkeit ist beim Kompostieren sehr wichtig, denn auch die vielen Kleinstlebewesen, die Grünabfälle in Kompost verwandeln, benötigen Wasser. Zuviel Wasser ist jedoch schädlich, denn dadurch beginnen die Abfälle leicht zu faulen. Idealerweise sollte das Material auf dem Komposthaufen oder im Komposter deshalb leicht feucht, aber nicht nass sein. Um dies zu überprüfen, können Sie eine Handvoll aus dem Komposter entnehmen und zusammenpressen. Tropft Wasser aus Ihrer Hand, ist das Material zu feucht. Eine optimale Feuchtigkeit erreichen Sie, wenn Sie immer abwechselnd trockenes Schnittgut wie beispielsweise Zweige oder Herbstlaub und feuchtes Material wie Gras oder Küchenabfälle einfüllen.
Viele Grünabfälle enthalten reichlich Wasser. Es ist deshalb oft nicht ganz einfach, für den richtigen Feuchtigkeitsgehalt zu sorgen. Sollten Sie in dieser Hinsicht Schwierigkeiten haben, können Sie etwas Sägemehl oder Urgesteinsmehl auf den Kompost streuen, damit überschüssiges Wasser aufgesogen wird. Ebenso hilfreich ist etwas Zeitungspapier, das Sie jedoch maßvoll einsetzen sollten.

Ausreichend Luft verhindert Fäulnis

Auch genügend Sauerstoff spielt beim Kompostieren eine große Rolle. Aus diesem Grund dürfen die Seitenteile eines Komposthaufens beziehungsweise eines Komposters aus Metall oder Kunststoff nicht vollständig geschlossen sein. Bei einem Komposthaufen mit einer Umrahmung aus Holz wird zwischen den Brettern, aus denen die Seiten bestehen, deshalb immer ein wenig Luft gelassen, damit die Kompostierung voranschreitet. Schnellkomposter und Thermokomposter besitzen hierfür in ihren Seiten und – soweit vorhanden – in ihrem Boden Löcher oder Schlitze.