Kunststoffkomposter: Schnell-, Thermo- und Trommelkomposter

Komposter aus Kunststoff bzw. Plastik gibt es in mehreren Varianten. Zu dieser Rubrik gehören die Schnellkomposter, die Thermokomposter und die Trommelkomposter, bei denen die Behälter für den Kompost meist aus Kunststoff hergestellt werden. All diese Modelle sind vor allem in Haushalten mit kleinen Gärten beliebt, wo nur wenig Platz zur Verfügung steht. Menschen mit großem Gemüsegarten bevorzugen dagegen meist einen traditionellen Komposthaufen, wie er schon seit Generationen genutzt wird.

Schnellkomposter

Schnellkomposter aus Kunststoff bekamen ihren Namen dadurch, dass in ihnen aus Grünabfällen schneller ein reifer Kompost entsteht als auf einem offenen Komposthaufen. Dies liegt vor allem daran, dass sie einen Deckel besitzen und dadurch rundum geschlossen sind. Scheint die Sonne auf den Behälter, entwickelt sich daher leichter die nötige Wärme, die für eine Kompostierung erforderlich ist. Ein weiterer Grund, warum viele Menschen einen Kunststoffkomposter bevorzugen, ist die Tatsache, dass die Abfälle im geschlossenen Behälter nicht sichtbar sind und auch unangenehme Gerüche bleiben in seinem Inneren. Dies wissen vor allem Hausbesitzer mit einem kleinen Garten zu schätzen.

Thermokomposter

Der Thermokomposter, welcher ebenfalls aus Plastik hergestellt wird, ist die Weiterentwicklung des Schnellkomposters. Er funktioniert nach dem gleichen Prinzip, durch eine Isolierung der Außenwände wird die Kompostierung jedoch nochmals beschleunigt. Diese Isolationsschicht besteht bei einigen Herstellern aus wärmedämmenden Materialien, andere statten ihre Thermokomposter mit doppelten Wänden aus, sodass die Luft im Zwischenraum wie eine Isolierung wirkt. In beiden Fällen wird die Wärme, die für die Kompostierung erforderlich ist, im Innenraum gehalten. Dadurch wird selbst im Winter der Verrottungsprozess fortgesetzt.

Trommelkomposter

Bei einer weiteren Form des Kunststoff-Komposters, dem Trommelkomposter, besteht meist nur der Behälter aus Kunststoff. Er ist an einem Metallgestell befestigt und kann durch eine Kurbel gedreht werden. Durch dieses Drehen wird der Kompost immer wieder gemischt und muss – anders als bei Schnell- oder Thermokompostern oder einem Komposthaufen – nicht umgesetzt werden. Das Drehen der Trommel sorgt außerdem für ausreichend Luft im Innenraum und eine gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit. So entstehen optimale Bedingungen für die vielen Mikroorganismen, die den Abfall zersetzen und ihn in einen guten Kompost verwandeln.

Was Sie bei der Auswahl eines Kunststoffkomposters beachten sollten

Kunststoff ist nicht luftdurchlässig, deshalb gilt für alle Kunststoffkomposter, dass sie mit Löchern oder Schlitzen versehen sein sollten, damit genügend Luft einströmen kann. Außerdem sollten Sie beim Kauf solch eines Komposters darauf achten, dass er aus einem UV-stabilen Kunststoff besteht. So ist er vor den UV-Strahlen der Sonne geschützt, die das Material schnell brüchig werden lassen und ausbleichen. Zum Schutz der natürlichen Ressourcen verwenden viele Hersteller für ihre Komposter außerdem recycelten Kunststoff.
All die vorgestellten Varianten der verschiedenen Komposter aus Kunststoff werden in zahlreichen Größen und Ausführungen angeboten. In dieser Hinsicht ist entscheidend, wie viel Laub und Schnittgut in Ihrem Garten anfällt. Abfälle aus der Küche spielen dagegen keine große Rolle, denn sie nehmen nur wenig Platz in Anspruch. Wenn Sie allein Ihre Bioabfälle aus der Küche kompostieren möchten, um daraus einen natürlichen Dünger für Ihren Garten herzustellen, reicht daher eines der kleineren Modelle vollkommen aus.