Metallkomposter – eine gute Alternative zum traditionellen Komposthaufen

Wenn Sie in Ihrem Garten eigenen Kompost herstellen möchten, können Sie hierfür anstelle eines Lattenkomposters aus Holz auch einen großen Drahtkorb oder einen Rahmen aus Metallstreben verwenden. Solch ein Komposter aus Metall hat gegenüber einer Holzkonstruktion einige Vorteile, aber auch Nachteile.

Die meisten Metalle rosten leicht

Ein Metallkomposter besteht meist aus einem Drahtgitter, das zum Schutz vor Rost feuerverzinkt, pulverbeschichtet oder auf andere Weise behandelt sein sollte. Dieser Schutz ist jedoch nur gegeben, so lange die Oberfläche geschlossen ist. Kratzer und andere Beschädigungen können daher dazu führen, dass ein Komposter aus Metall zu rosten beginnt. Der Kompost enthält reichlich Feuchtigkeit und liegt direkt am Metall, sodass schon kleine Kratzer zu Korrosion führen können. Sollte dies der Fall sein, haben Sie die Möglichkeit, das Drahtgitter mit einem Rostschutz zu behandeln oder zu streichen, was allerdings recht aufwändig ist. Witterungsbeständiger, aber auch sehr viel teurer als Körbe aus Draht sind Komposter aus Aluminium oder Edelstahl. Diese Modelle sind allerdings auch optisch sehr schön und müssen deshalb nicht unbedingt in einer Ecke des Gartens versteckt werden.

Die Aufstellung eines Metallkomposters ist sehr einfach

Die Grundfläche von Metallkompostern liegt meist im Bereich von einem Quadratmeter oder weniger. All zu viel Platz nimmt ein einzelner Drahtkorb daher nicht in Anspruch. Neben den quadratischen und rechteckigen Kompostern bieten einige Hersteller außerdem runde Drahtkörbe. Metallkomposter haben meist eine metallene Farbe, sind aber auch in Grün erhältlich. Letztere fallen im Garten weniger auf. Die Montage ist bei den meisten Modellen recht einfach, denn in der Regel müssen Sie die einzelnen Seiten durch die mitgelieferten Verbinder nur aneinander befestigen und können danach den Rahmen schon aufstellen. Durch diese Konstruktionsweise lassen sich viele Modelle bei Bedarf leicht erweitern.
Metallkomposter werden außerdem mit und ohne Boden angeboten. Ein Komposter mit Boden hat den Vorteil, dass Mäuse, Ratten und andere kleine Tiere kaum eine Chance haben, in den Komposter zu gelangen. Zusätzlichen Schutz bietet ein Deckel, der einfach auf den Rahmen aufgelegt wird. Für Mikroorganismen, Regenwürmer und andere Kleintiere, die bei der Entstehung von Kompost eine wichtige Rolle spielen, ist ein Boden aus Drahtgitter kein Problem, denn sie schlüpfen einfach durch die Maschen.

Die Nachteile von Metallkompostern

Nachteilig ist bei Drahtkörben und anderen Metallkompostern die Tatsache, dass Sie Ihren fertigen Kompost meist nach oben entnehmen müssen, was recht mühsam sein kann. Anders als bei vielen Lattenkompostern aus Holz, bei denen Sie auf einer Seite die Bretter aus dem Rahmen nehmen können, ist dies bei einem Drahtkorb in der Regel nicht möglich.
Vor dem Kauf eines Komposters aus Metall sollten Sie außerdem daran denken, dass Ihre Grünabfälle hinter einem Drahtgitter später schon von weitem sichtbar sind. Bei Grasschnitt und Laub ist dies nicht weiter schlimm, Schalen und andere Abfälle aus der Küche sind jedoch nicht sonderlich dekorativ. Einen Metallkomposter stellen Sie deshalb am besten an einem etwas versteckten Platz auf. Vielleicht haben Sie aber auch die Möglichkeit, ihn zumindest von einigen Seiten durch Pflanzen wie beispielsweise eine Hecke zu kaschieren. Eine Seite sollten Sie jedoch offen lassen, damit Sie den reifen Kompost leicht entnehmen können.