Der Schnellkomposter – platzsparend und geruchsarm

Ein Schnellkomposter ist eine gute Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit Kompost für den Garten herzustellen. Im Schnellkomposter entsteht aus Küchenabfällen und dem Schnittgut aus dem Garten sehr viel schneller ein guter Dünger als in einem offenen Komposthaufen. Darüber hinaus hat ein Schnellkomposter gegenüber einem Komposthaufen den Vorteil, dass er geschlossen ist und dadurch keine unangenehmen Gerüche verbreitet. Er kann daher selbst in dicht besiedelten Wohngegenden und kleinen Gärten aufgestellt werden.

Wichtige Kriterien beim Kauf eines Schnellkomposters

Die meisten Schnellkomposter bestehen aus Kunststoff und sind dadurch recht unempfindlich gegen Feuchtigkeit, Kälte und andere Witterungseinflüsse. Auch im Winter können sie deshalb ungeschützt im Freien stehen bleiben. Viele Kunststoffe reagieren jedoch empfindlich auf die UV-Strahlen der Sonne und können mit der Zeit brüchig werden oder ausbleichen. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, einen Schnellkomposter aus einem UV-stabilen Material zu wählen. Wenn Sie gleichzeitig die Umwelt schonen möchten, kaufen Sie am besten ein Modell, das aus recyceltem Kunststoff hergestellt wurde. Schnellkomposter gibt es in vielerlei Größen. Die kleinsten Modelle haben ein Fassungsvermögen von 200 bis 300 Liter und benötigen eine Grundfläche von weniger als einem Quadratmeter. Sie eignen sich für Haushalte mit kleinem Garten und für Menschen, die nur ihre Küchenabfälle verwerten möchten. Auch für eine vierköpfige Familie reicht ein Modell in dieser Größe aus. Bei einem Haus mit großem Garten sollte ein Schnellkomposter jedoch größer sein und vor allem der Menge des Schnittguts, das beim Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern anfällt, sowie der Menge des Laubs angepasst sein.

Mikroorganismen verwandeln die Abfälle in hochwertigen Kompost

In den Seitenteilen von Schnellkompostern befinden sich Löcher oder Schlitze, denn nur mit ausreichend Luft kann der Verrottungsprozess in Gang gesetzt werden. Auch die Bodenplatten sind in der Regel mit Löchern oder Schlitzen versehen, damit Kleinstlebewesen und Würmer in den Behälter gelangen können. Sie zersetzen die Garten- und Küchenabfälle und verwandeln sie langsam in guten Kompost. All diese tierischen Helfer leben im Erdreich. Der beste Standort für einen Schnellkomposter ist daher in einem nach unten offenen Bereich wie beispielsweise in einer Ecke des Gemüsebeets. Asphaltierte Flächen sind dagegen nicht so gut geeignet. Auch Schnellkomposter ohne Boden sind im Handel erhältlich, denn ein Boden ist eigentlich nicht erforderlich. Ein Komposter ohne Boden hat allerdings den Nachteil, dass er sich nicht ohne weiteres an eine andere Stelle versetzen lässt. Außerdem können in ihn auch größere Tiere wie beispielsweise Mäuse eindringen. Beim Kauf eines Schnellkomposters haben Sie außerdem die Wahl zwischen Modellen mit einem einfachen und einem zweiteiligen Deckel. Bei einem zweiteiligen Deckel können Sie nur einen Teil der Abdeckung öffnen, um kleine Abfälle zu entsorgen. Diese Vorrichtung ist zwar nicht unbedingt erforderlich, aber durchaus praktisch und verringert die Geruchsbelästigung. Hilfreich ist außerdem eine Klappe im unteren Bereich, die Ihnen die Entnahme des fertigen Komposts erleichtert.
Schnellkomposter
In einem Schnellkomposter können Sie, wie auf einem gewöhnlichen Komposthaufen, sämtliche Grünabfälle aus dem Garten und der Küche entsorgen. Bei seiner Befüllung sollten Sie jedoch ganz besonders auf eine gute Mischung des Materials achten. Idealerweise füllen Sie daher immer abwechselnd eine Schicht feuchte und eine Schicht trockene Abfälle ein. Der Kompost, den Sie auf diese Weise herstellen, eignet sich sowohl für Blumen, Sträucher und andere Zierpflanzen wie auch für das Gemüse und die Obstbäume.